Es waren spannende Tage auf LinkedIn. Da kam ein älterer Herr aus den USA auf Besuch (der mich an Mitch McConnell erinnert) und schon tanzen die Leute götzenhaft um das goldene Kalb und machen Selfies. Das ist ja fast wie in den Zehn Geboten:

Golden Calf

Das Apache Hop Pferdchen gönnt sich keine Auszeit und rennt weiter in Richtung Erfolg. Ich bin am Refactoren einzelner Plugins und habe mir gedacht, dass sie eine entsprechende Internet-Präsenz verdient haben. Ab sofort finden sich viele Informationen zu den Plugins unter https://hop.interlis.guru. Darunter auch lauffähige Beispiele.

Ein grosses Update haben die Geodaten-Import und -Export-Funktionalitäten erhalten: Ich verfolge nun einen Java-pur-Ansatz mit Geotools und eigenem Code. Das bedeutet, dass ich auf das «schwere» OGR/GDAL-Plugin verzichten kann. Klar, OGR/GDAL bleibt der Goldstandard aber das Plugin resp. die Bindings waren nicht ganz trivial und man musste für jedes Betriebssystem einen relativ grossen eigenen Release machen oder einen noch sehr viel grösseren gemeinsamen Release, der für alle Betriebssyteme funktioniert. Aus diesem Grund lasse ich das Plugin mal Plugin sein und konzentriere mich auf das neue Vector-Raster-Plugin. Das hat zudem den Vorteil, dass man nicht Java 22+ verwenden muss, sondern - den Empfehlungen folgen kann - und Java 21 verwenden kann. Es werden natürlich viel weniger Formate unterstützt, aber die wichtigsten sind dabei: Shapefile, GeoPackage und FileGeodatabase. Export-only werden FlatGeobuf, (Geo-)Parquet und Arc Generate unterstützt. Das allerwichtigste Format (INTERLIS) bekommt eine Spezialbehandlung in Form eines eigenen Plugins (à la ili2fme). Zudem kann man mit dem ili2db-Plugin immer auch INTERLIS nach PostgreSQL und GeoPackage importieren resp. exportieren. FileGeodatabase unterstützt Relation und Domain Classes. Wie man diese erstellen kann, wird aus dem Beispiel im Code-Repo ersichtlich und sollte von ArcGIS-Cracks geprüft werden.

Ich habe eine kleine GUI-Komponente schreiben lassen, die es erlaubt bei Input-Feldern zwischen einem Hop-Field und einem user-definierten Wert zu wählen. Die Integration im Vector-Raster-Plugin steht noch aus.

Der Geometry-Inspector wird mehr und mehr zum Data-Inspector. Er kann jetzt mehrere Streams anzeigen und er unterstützt eine erste Variante von Caching (für einige Transformatoren).

Für Funktionalitäten, die ich händisch selber geprüft habe, gibt es zusätzliche Beispiele unter Examples.